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Das Wort Thieringhausen enthält einen männlichen Vornamen und bedeutet soviel wie "Häuser der Familie des Dietrich". In noch vorhandenen Urkunden wird der Ort 1536 unter dem Namen Tiringhuißen erwähnt. 1544 wurde der Ort Tirkusen, 1563 Tiringhaußen und 1597 Tierkusen genannt. Der heutige Ortsname Thieringhausen wird erstmals 1775 erwähnt.

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Das Dorf Thieringhausen liegt auf einer kleinen Hochebene, ca. 5 km südöstlich der Kreisstadt Olpe, am Ende des Günsetals und am Fuße des Elberscheids (513 m). Thieringhausen hat über 500 Einwohner und gehört seit der kommunalen Gebietsreform (01.07.1969) zur Stadt Olpe.

Gerade in den letzten Jahren ist eine verhältnismäßig hohe Bautätigkeit zu verzeichnen. Sie lässt darauf schließen, dass trotz nicht ausreichender Dorfstruktur Thieringhausen sich wachsender Beliebtheit bei Bauwilligen erfreut. Nicht zuletzt mag die aufgeschlossene Haltung der Alteingesessenen gegenüber den Neuhinzugezogenen dazu beigetragen haben.

Darüber hinaus haben es die Thieringhauser in nachahmenswerter Weise verstanden, durch intensive Vereinspflege und Vereinsgründungen den dörflichen Gemeinschaftssinn und eigenständige Traditionen zu erhalten und auszubauen. Neben den auf dieser Homepage vertretenen Vereinen gründeten sich unter anderem die Poschegesellschaft, der Mütterverein, der Tennisclub TC Thieringhausen, die Tanzgruppe "Salt & Pepper" Thieringhausen und die Krabbelgruppe.

Thieringhausen ist ein Paradies für die hier wohnenden Kinder. Die vielen Wiesen mit ihren kleinen Wasserläufen bieten ausreichend Möglichkeit zum Spiel. Zentral im Dorf gelegen befindet sich der Spielplatz "Wichtelwiese" und eine Tischtennisplatte. Am Dorfrand wurde vor wenigen Jahren ein Bolzplatz erbaut. Im Jahre 2004 wurde der neue Radweg eingeweiht. Er führt von Thieringhausen über Günsen nach Olpe und ermöglicht es so vor allem den jungen Radfahrern, sicher ans Ziel zu kommen.

In den Wintermonaten ist Thieringhausen beliebtes Ziel vieler Wintersportler. Hervorragende Langlauf-Loipen durch Wald und Feld sorgen für den richtigen winterlichen Spaß. Aber auch Rodelfans kommen auf den steilen Wiesen nicht zu kurz! Nach dem Winterspaß lädt die Dorfkneipe "Zur alten Post" zum Einkehren und Aufwärmen ein.

Aber auch im Sommer hat Thieringhausen viel zu bieten. Ob bei einer Fahrradtour oder einem schönen Spaziergang bei sonnigem Wetter: Entdecken Sie die Natur. Thieringhausen hält viele Überraschungen bereit! Beliebte Ausflugsziele in der Nähe sind z. B. das Thieringhauser Marienbild-stöckchen, die Altenkleusheimer Lourdes-Grotte oder Rhonarder Grotte. Sportlich aktiv - das kann man in Thieringhausen das ganze Jahr über sein.

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Man kann heute davon ausgehen, dass das aus einer Siedlung hervorgegangene Thieringhausen ca. 1200 Jahre alt ist. Als eine der ältesten Siedlungen der ehemaligen Gemeinde Olpe-Land dürfte Thieringhausen bis in die Zeit Karls des Großen (768-814) zurückreichen.

Die Endung "-inghausen" deutet darauf hin, dass sich die Siedlung aus einem sächsischen Einhof entwickelt hat. In Thieringhausen schienen die Bauernhöfe durch Erbteilung besonders klein und zersplittert gewesen zu sein. Die Familienväter gingen in die nahe gelegenen Gruben, um zu arbeiten.

Durch die vorhandenen Bodenschätze zogen auch ortsfremde Familien hier her. Im Jahre 1536 wohnten dort ca. 15 Familien, 1563 ca. 26 Familien.

Der Rückschlag durch den 30-jährigen Krieg ist zu ersehen aus der Anzahl der Famlien des Jahres 1649: Es waren nur noch 14. Durch das erneute Anwachsen der Bevölkerungszahl im 17. und 18. Jahrhundert war schon bald für alle nicht mehr genug Arbeit vorhanden, so dass einige Familien zum Auswandern gezwungen waren. Bevorzugte Auswanderländer waren zunächst Ungarn, später Amerika.

Während der Kriege im 17. und 18. Jahrhundert litten die Bewohner von Thieringhausen unter Einquartierungen und Plünderungen. Zu den schlimmsten Zeiten gehörten auch die Arbeitslosigkeit und deren Folgen, auch rissen anschließende Krankheiten große Wunden.

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